Rettungswache Möhnesee

Campingplatz
Arnsberger Str. 8
59519 Möhnesee-Delecke
Tel.: 02924 - 53 44

Wachgebiet Möhnesee

Beschreibung

Die Möhnetalsperre ist ein künstlicher See und ein privates Gewässer im Besitz des Ruhrverbandes. Durch die Staumauer im Nordwesten wird der Fluß Möhne zu einem der größten Trinkwasserspeicher des Sauerlandes und zu einem der beliebtesten Freizeitreviere Westfalens aufgestaut. Die Möhnetalsperre besteht aus 6 Teilgebieten, von denen 2 Bereiche als Naturschutzgebiet (NSG) ausgewiesen sind und daher nicht überwacht werden. Im Nordwesten liegt das Staumauerbecken, das im Süden von der Bojenkette zum Naturschutzgebiet Hevearm und im Osten durch die Delecker Autobrücke begrenzt wird. Das Naturschutzgebiet Hevearm erstreckt sich bis zum Hevedamm, dahinter liegt dann der Hevesee (ebenfalls Naturschutzgebiet). Diese beiden Natur­schutzgebiete bilden den südlichen Nebenarm der Möhnetalsperre. Der nördliche Hauptarm wird fortgesetzt durch das mittlere Becken zwischen der Delecker Autobrücke und der Körbecker Fußgängerbrücke. Daran schließt sich das östliche Becken an, welches durch den Stockumer Damm abgeschlossen wird. Hinter diesem Damm liegt das letzte Becken, das Wamelner Becken.

Gefahrenpotential

Die Möhnetalsperre regelt mit einigen anderen Sauerländer Talsperren den Wasserstand der Ruhr und bildet somit die Grundlage der Trinkwasserversorgung des Ruhrgebietes. Deshalb variiert der Wasserstand über Jahre erheblich. Dies hat zur Folge, dass in Ufernähe zum Teil Untiefen zutage treten, die den Wassersport erheblich gefährden können. Die Windverhältnisse sind befriedigend, da die Möhne in Ost-West-Richtung liegt und somit in der bei uns vorherrschenden Westwinddrift. Es kann durch das nahe Münsterland aber auch zu gefährlichen Fallwinden in Nord-Süd-Richtung kommen. Für die Segler jedoch weitaus unangenehmer ist die allabendliche Flaute, nach der man auf der Möhne fast seine Uhr stellen kann: nach 17 Uhr (Sommerzeit) geht nichts mehr ! Die Möhne wird sehr intensiv genutzt von Surfern und Seglern, an schönen Tagen auch von Paddelbooten, Luftmatratzen und Schwimmern. Die Ruder- und Tretbootverleihe haben dann ebenfalls Hochsaison. An solchen Tagen sind dann den ganzen Tag über Bootsdienst und Fußstreifen angesagt. Auch die Wache an der Möhnetalsperre ist in das „First-Responder-Konzept“ eingebunden, hier ist die Rettungsdienst-Leitstelle Soest bzw. Lippstadt zuständig. Deshalb verzeichnet man auch hier einen stetigen Anstieg von Fällen der allgemeine Erste Hilfe gegenüber unserem eigentlichen Metier Wassernotfällen. Insbesondere Verkehrsunfälle, z.B. gestürzte Rad- oder Motorradfahrer, aber auch Wanderer mit verstauchten Knöcheln sind schon einmal zu betreuen. Durch den Campingplatz bedingt können auch alle Arten von Haushaltsnotfällen vorkommen (Schnitt-, Brand- und Sturzverletzungen, Vergiftungen, Erkrankungen). Aufgrund der Entfernung und der Notwendigkeit, jederzeit Boote hin und her transportieren zu können, steht der Wache Möhnesee normalerweise ein Bus des Bezirks zur Verfügung.

Wachgebiet

Wie bereits erwähnt wird nur der nördliche Hauptarm überwacht, und zwar das Staumauerbecken von den Neheimer Kollegen, das mittlere Becken durch uns, das östliche Becken durch die Ortsgruppe Unna und das Wamelner Becken durch die Soester Kameraden. Auch die Wache Möhnesee wird bei der zuständigen Rettungsleitstelle, der Berufsfeuerwehr Florian Soest bzw. Lippstadt angemeldet. Es gilt bezüglich der Besetzung des Funkraumes das gleiche wie für den Hengsteysee.

Rechtliche Bestimmungen

Auch auf der Möhnetalsperre gelten besondere Auflagen zum Schutz des Trinkwassers. Genau wie am Hengsteysee dürfen auch hier keine Motorboote fahren, Ausnahmegenehmigungen müssen ebenfalls beim Ruhrverband und der zuständigen Aufsichtsbehörde (Tiefbauamt der Stadt Soest, Untere Wasserbehörde) beantragt werden. Solche Ausnahmegenehmigungen besitzen z.B. die Fährschiffe „Möhnesee“ und „Körbecke“, die Fischereiaufsicht und natürlich auch alle DLRG-Stationen.