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Tauchen/Einsatztauchen, Katastrophenschutz

Dortmunder Katastrophenschutz auf Einsatzübung in Haltern am See

Veröffentlicht: 01.06.2014
Autor: Fachbereich Tauchen/Einsatztauchen

Vom 28.05. bis zum 01.06.2014 fand die jährliche Katastrophenschutzübung des DLRG Landesverbands Westfalen in Haltern am See statt. Die Dortmunder Trupps trafen sich mit dem restlichen Wasserrettungszug um 08:00 Uhr am Sammelpunkt. Die einzelnen Trupps kamen aus ganz Westfalen. Insgesamt nahmen 5 Wasserrettungszüge mit ca. 300 Teilnehmern an der Übung teil. Aus Dortmund beteiligten sich ein Tauchtrupp und zwei Bootstrupps.

In diversen Übungsszenarien wurde sowohl der sichere Umgang mit dem eigenen Material, aber auch die professionelle Versorgung verletzter Personen geübt. Hierzu wurden durch die Übungsleitung mehrere verschiedene Szenarien vorgegeben, welche durch den gesamten Wasserrettungszug abzuarbeiten waren.

Im ersten Übungsszenario müsste der Wasserrettungszug ein Hochwassergebiet erkunden. Dazu wurden die Boote zu Wasser gelassen und auf Erkundung geschickt. Die Boote suchten die Deiche nach möglichen Schwachstellen ab. Bei der Erkundung wurden im Gefahrengebiet noch Personen gefunden, die durch die Wassermassen in ihren Häusern eingeschlossen waren. Die Bootstrupps versorgten und evakuierten die Personen. Die Tauchtrupps wurden zu der Stelle geordert, da noch eine weitere Person im Wasser vermisst wurde. Die beiden Tauchtrupps des Wasserrettungszugs suchten die Person und fanden diese schnell.

Im zweiten Szenario wurden die beiden Tauchtrupps vom restlichen Wasserrettungszug gelöst und fuhren zu einem See, in dem eine Wasserleitung nicht mehr funktionierte. Die Taucher suchten und erkundeten die Wasserleitung unter Wasser. Die Wasserleitung war in einer Tiefe von 9 Metern gebrochen. Die Tauchtrupps setzten an der gebrochenen Stelle einen neuen Rohrflansch ein. Mit einem Hebesack wurde das neue, fast 2 Meter lange Rohrstück an die gebrochene Stelle gebracht und fest verschraubt. Die besondere Herausforderung war die Sicht für die Einsatztaucher, teilweise konnten die Taucher keine 10 cm weit sehen.

Das dritte Übungsszenario war die Deichverteidigung. Ein undichter Deich musste repariert werden. Die Bootstrupps des Wasserrettungszugs setzten die Katastrophenschutzhelfer und eine große Menge an Sandsäcken über. Die Helfer deckten den Deich mit Folie ab und beschwerten diese mit den 15 kg schweren Sandsäcken. Die Einsatztaucher verlegten die Folie am und unter Wasser. Die Signalmänner der Tauchtrupps sicherten die Helfer und die Einsatztaucher, die am Deich arbeiteten, mit Leinen ab.

Im vierten Szenario wurden die Kraftfahrer und Truppführer gefordert. Mit Hilfe einer Karte musste eine Route abgefahren werden, um zu einem bestimmten Punkt in Haltern zu kommen. Dazu fuhr jeder Trupp aus dem Wasserrettungszug eine andere Route mit Sondersignal (Blaulicht und Einsatzhorn). Unterwegs wurden die Trupps durch die Realistische Unfall- und Notfall-Darsteller aufgehalten. Diese hatten kleine Erste-Hilfe und Sanitätsszenarios für die Trupps vorbereitet. Der Tauchtrupp aus Dortmund hatte z.B. eine dehydrierte Person, die auf einer Kreuzung zusammengebrochen war und eine weitere Person, welche betreut werden musste. Hier mussten die Helfer sowohl ihr Geschick in Erste-Hilfe zeigen, als auch das richtige Verhalten im Straßenverkehr. Die Unfallstelle musste abgesichert werden, damit für die Helfer und die verletzten Personen keine weitere Gefahr entsteht. Nach der Übergabe der Person an den Rettungsdienst konnten die Trupps ihre Fahrt weiter aufnehmen. Später wurde auf einer abgesperrten Strecke eine Gefahrenbremsung auf nasser Fahrbahn geübt. Ein wichtiger Punkt war hierbei die Ladungssicherung, sowohl im Fahrzeug selber als auch bei den Tauchanhängern und den Bootstrailern.

Im fünften und letztem Einsatzszenario musste der Wasserrettungszug die Wasserfläche ab der Schleuse Flaesheim erkunden. Nachdem aber die Rettungsboote zu Wasser gelassen wurden, wurde der Auftrag geändert. Ein Fahrzeug war in den Silbersee gefahren und vor Ort sollten mehrere Personen verletzt sein. Die Boote des Wasserrettungszugs führen darauf direkt zum Silbersee. Die Fahrzeuge folgten über den Landweg zur Einsatzstelle. Die Tauchtrupps mussten sich um das Auto kümmern, das ins Wasser gefahren war. Zwei Personen konnten sich aus dem sinkenden Fahrzeug noch befreien und wurden von den Bootstrupps gerettet. Ein Kleinkind und eine weitere Person konnten sich nicht aus dem Fahrzeug retten. Die Tauchtrupps suchen an der Stelle das gesunkene Fahrzeug und befreiten die eingeschlossenen Personen. Mit Hilfe von zwei 500 Kg Hebesäcken wurde das Fahrzeug später aus einer Wassertiefe von 4 Meter gehoben und zur Spundwand im Hafen gezogen. Im Hafen befestigten die Einsatztaucher das Fahrzeug an einem Feuerwehrkran. Der Kran hob das Fahrzeug dann aus dem Wasser.

Ein wesentlicher Schwerpunkt wurde während der gesamten Übung auf die Nutzung des Digitalfunks gelegt, welcher nach und nach den derzeit genutzten Analogfunk ablösen soll. Neben dem Umgang mit den neuen Funkgeräten, welcher sich schnell als problemlos gestaltete, konnten jedoch auch Schwachstellen des neuen Systems entdeckt werden - hier ist insbesondere der stark schwankende Empfang von Funksprüchen zu nennen.

Insgesamt verlief die Übung für die Dortmunder Trupps reibungslos und harmonisch. Die gewünschten Lernziele konnten ohne weitere Probleme erfüllt werden und zeigen, dass die Einsatzkräfte des Bezirks Dortmund auf einen Real-Einsatz gut vorbereitet sind.

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